4-Sterne-Rezension

17.11.2014 15:51

Die nächste Rezension zur "Ummauerten Stadt" ist bei Amazon und Lovelybooks online:

Gewaltige Schuttberge, aufgeplatzter Asphalt, ölige Pfützen und zerfallene Ruinen. Niemand betritt freiwillig die Bezirke außerhalb der ummauerten Stadt und doch riskiert der Sammler Jeremiah immer wieder sein Leben, um in der verbotenen Zone nach verwertbaren Gegenständen zu suchen. Denn die Zustände in der ummauerten Stadt haben ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr zu ertragen ist. Armut und Angst bestimmen hier das Dasein, Ausgangssperren und rationierte Lebensmittel tun ihr Übriges dazu. Nur wer seine Freunde verrät, kann dem Übel entkommen. Doch ob das, was ihn in anderen Bezirken erwartet besser ist, kann niemand wissen. Und genau deshalb schmiedet Jeremiah gemeinsam mit dem Bezirkskoordinator Goran einen Plan, um die Bedingungen der Menschen in der ummauerten Stadt zu verbessern. Eine hoffnungsvolle Tat, die im Schrecken endet.
 
Mit seinem Debüt „Die Ummauerte Stadt“ hat Jan Reschke den Crowdfunding-Wettbewerb Gedankenwildwuchs gewonnen, der vom Luzifer und vom Papierverzierer Verlag ins Leben gerufen wurde. Dabei ist die Dystopie des als Lehrer tätigen Hobbyschriftstellers kein Buch, das mit einer interessanten Geschichte gut unterhält. Denn das, was der Leser bei der Lektüre der in der Zukunft spielenden Erzählung erleben wird, verlangt ihm Einiges ab und ist auf keinen Fall für die Zartbesaiteten unter uns geeignet. Angefangen von der düsteren Stimmung, die das gesamte Geschehen beherrscht, über einen Wissenschaftler, der bis zum Äußersten geht, bis hin zu einer Regierung, die mit aller Macht ihre Kontrolle aufrechterhält, wird er mit ungeheuerlichen Tatsachen konfrontiert. Deshalb hat auch der zu allem entschlossene Jeremiah als Held dieser Geschichte keine Chance, das Leben der Menschen in der ummauerten Stadt zu verbessern. 
 
Fazit:
Ein Buch, das unheimlich spannend, erschreckend brutal und wie bereits erwähnt, überaus düster ist. 

 

Die Rezension wurde verfasst von krimine